Im Jahr 2004 wurden im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich in Deutschland je Arbeitnehmer durchschnittlich 1.881 Euro für die betriebliche Altersversorgung aufgewandt bzw. 4,0% der gesamten Arbeitskosten. Je Vollarbeitsplatz (ohne Auszubildende) fielen 47.129 Euro Arbeitskosten an. Dies wurde durch die EG-einheitliche Arbeitskostenerhebung ermittelt, die alle vier Jahre durchgeführt wird. Die Ergebnisse für das Jahr 2004 basieren in Deutschland auf Daten von rund 14 Mio. Arbeitnehmern der Privatwirtschaft und des öffentlichen Dienstes.
Eine genauere Betrachtung der Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung zeigt, dass für betriebliche Ruhegeldzusagen nach wie vor am meisten aufgewandt wird: 982 Euro. Das ist mehr als doppelt soviel wie der Zuwendungsbetrag an die Pensionskassen (416 Euro). Auf dem dritten Platz folgen die Zuwendungen an die Unterstützungskassen mit 219 Euro. 121 Euro gingen durchschnittlich an Direktversicherungen. In die Pensionsfonds, die sich im Jahr 2004 noch im Aufbau befanden, flossen durchschnittlich nur 23 Euro. Hinter der Position „Sonstige Aufwendungen“ stehen z.B. Lohnersatzzahlungen an Personen im Vorruhestand (nicht Altersteilzeit), hierauf entfallende Arbeitgeberpflichtbeiträge zur Sozialversicherung (vermindert um Erstattungen) und Beitragszahlungen an den Pensions-Sicherungs-Verein VVaG (PSVaG). Auch Zuwendungen an Rentner, die nicht einer der vorgenannten Formen der betrieblichen Altersversorgung zuzurechnen sind, gehören dazu.
Gemessen an den gesetzlichen Arbeitgeberbeiträgen zur Rentenversicherung in Höhe von 2.921 Euro betragen die Aufwendungen für die betriebliche Alterversorgung mit 1.881 Euro immerhin 64,4%. Bei der Interpretation der Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung ist zu berücksichtigen, dass diese Durchschnittswerte sich zusammensetzen aus Daten, die aus unterschiedlichen Branchen kommen. Branchen mit einer hohen betrieblichen Altersversorgung, wie das Bank- und Kreditgewerbe, haben auf diese Werte ebenso Einfluss wie der Handel, der bekanntermaßen nur eine geringe betriebliche Altersversorgung hat.




