0 Weblication® CMS
0

e) Gesetzliche Insolvenzsicherung - Sicherungsfälle und Schadenvolumen beim PSV (1975-2010)

 
 

Die Zahl der Insolvenzen, bei denen der Pensions-Sicherungs-Verein VVaG (www.psvag.de) bei der Insolvenzsicherung (Sicherungsfälle) der betrieblichen Altersversorgung einspringen musste, betrug 576 im Jahr 2010 nach 925 im Jahr 2009. Somit ging die Zahl der Sicherungsfälle um 37,7% zurück. Das Schadenvolumen im Jahr 2010 mit 648,7 Mio. Euro war um 85% geringer als im Vorjahr (4.356,3 Mio. Euro). Das zuvor größte Schadenvolumen schlug mit 1.481,4 Mio. Euro im Jahr 2002 zu Buche. Die Anzahl der vom PSVaG zu sichernden Renten lag 2010 bei 9.313 und die der unverfallbaren Anwartschaften bei 11.040.

Ende 2010 waren beim PSVaG 83.322 (Vorjahr 76.029) deutsche und luxemburgische Arbeitgeber mit insolvenzsicherungspflichtiger betrieblicher Altersversorgung als Mitglieder gemeldet. Sie bringen aufgrund öffentlich-rechtlicher Verpflichtung auch die Mittel für die Durchführung der Insolvenzsicherung auf.

Zur Bewältigung dieses Schadenvolumens war 2010 ein Beitragssatz von 1,9 Promille (Vorjahr 14,2 Promille) erforderlich.

Zusätzlich zum Beitrag für 2011 werden am 31. Dezember 2011 auch 1,5 Promillepunkte für 2009 fällig, soweit sie nicht bereits vorfällig beglichen wurden. Zur Schonung der Liquidität der Mitgliedsunternehmen war im Jahr 2009 die Fälligkeit von Teilen des erforderlichen Beitrags auf die Jahre 2010 bis 2013 verschoben worden (sog. „Glättung“).

Allen gesicherten Anwartschaften stehen inzwischen Deckungsmittel von 1.715,2 Mio. Euro gegenüber. D. h., diese Anwartschaften, deren Barwert zum 31.12.2010 rd. 3,4 Mrd. Euro beträgt, sind nunmehr bereits zu 51 % kapitalmäßig bedeckt.

Die Nachfinanzierung der „Altlast“ läuft noch bis 2021. Für die zum 31.03.2010 fällige viertel Rate waren 92,0 Mio. Euro zu zahlen. Von der Möglichkeit der freiwilligen vorfälligen Gesamtzahlung haben im Jahr 2010 weitere rd. 750 Ratenzahler Gebrauch gemacht. Es verbleiben rd. 13.900 Arbeitgeber, die in den Jahren 2011 bis 2021 jährlich noch Raten von 86,6 Mio. Euro zu zahlen haben.
 

Bild vergrößern

 

 

>> PDF - Download