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E. b) Alterssicherungsbericht 2016: VBL – Schichtung der Pflichtversichertenrenten

65 Jahre und älter, nach Zahlbetrag, in % (Stand: 31.12.2014)

19.12.2016

Aus der Schichtung der Betriebsrenten der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VLB) nach dem Zahlbetrag im Jahr 2014 wird – laut Alterssicherungsbericht 2016 – ersichtlich, dass 57,5% der monatlichen Versichertenrenten unter 400 Euro liegen. 21,1% beziehen eine Versichertenrente mit weniger als 150 Euro pro Monat.

Die monatliche VBL-Rente an Pflichtversicherte betrug 2014 in den alten Ländern durchschnittlich 417 Euro, in den neuen Ländern 159 Euro. Die Rente an beitragsfrei Versicherte betrug in den alten Bundesländern 173 Euro, in den neuen Ländern 109 Euro. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die geringe Höhe der VBL-Betriebsrenten aus beitragsfreier Versicherung in erster Linie auf die kürzere Versicherungsdauer zurückzuführen ist. Auch bei dem im Vergleich zu den alten Bundesländern erheblich niedrigen Betriebsrenten in den neuen Ländern wirkt sich die kürzere Versicherungsdauer (Einführung der Zusatzversorgung in den neuen Ländern erst 1997) leistungsmindernd aus. Die Ausgaben der VBL betrugen im Jahr 2014 insgesamt 4.778,1 Mio. Euro.

Nach der Reform der Zusatzversorgung zum 01.01.2001 ist eine grundlegende Änderung des Leistungsrechts der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes eingetreten. Die Höhe der Betriebsrente richtet sich nunmehr nach der Versicherungszeit in einer Zusatzversorgungseinrichtung und nach dem in jedem Jahr gezahlten Entgelt während der gesamten Versicherungszeit. Infolge von Übergangsregelungen wird die Reform erst langfristig zu einer Verringerung des Versorgungsniveaus führen.

Quelle: BMAS (2016), Ergänzender Bericht der Bundesregierung zum Rentenversicherungsbericht 2016 gem. § 154 Abs. 2 SGB VI (Alterssicherungsbericht 2016), S. 43, Tab. A.4.3