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D. b) AV 2015: Gründe für das Fehlen einer betrieblichen Altersversorgung (ohne ZÖD)

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte von 25 bis unter 65 Jahren (in Prozent) (Stand: Jan. 2017)

12.06.2017

Laut Arbeitnehmerbefragung „AV 2015“ wird von 47% der Arbeitnehmer als Grund für das Fehlen einer betrieblichen Altersversorgung angeführt, dass ein entsprechendes Angebot vom Arbeitgeber fehle. Offensichtlich ist vielen Arbeitnehmern der bestehende Rechtsanspruch auf eine bAV (Entgelt-umwandlung) nicht bekannt. An zweiter Stelle werden zu hohe Beiträge (23%) genannt. Fast genauso hoch ist der Prozentsatz (22%) derjenigen, die sich mit dem Thema noch nicht beschäftigt haben. Die Absicherung durch andere Altersvorsorge spielt mit 16% eine deutlich geringere Rolle. 

Das BMAS hat TNS Infratest Sozialforschung 2015 mit der Durchführung einer Untersuchung zur "Verbreitung der Altersvorsorge 2015" (AV 2015) beauftragt. Mit der AV 2015 wird – zum zweiten Mal nach 2011 – auf Basis einer schriftlichen Befragung von (netto) 10.992 Personen ein differenziertes Bild der obligatorischen wie zusätzlichen Vorsorge der 25- bis unter 65-jährigen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gezeichnet. Damit wird u. a. die "Arbeitgeber- und Trägerbefragung zur Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung" (BAV 2015) um Informationen zur individuellen Kumulation der (zusätzlichen) Altersvorsorgeanwartschaften sowie zur soziodemografischen Struktur der Anwärter und Nichtanwärter ergänzt.

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2017): Verbreitung der Altersvorsorge 2015 (AV 2015), Endbericht, Untersuchung durchgeführt von TNS Infratest Sozialforschung, München, November 2016, Abb. 1-8 auf S. 42