C. a) GDV: Bestandsentwicklung der Direktversicherungen seit 2000
Anzahl in Mio. (Stand: Mai 2025)
30.05.2025
30.05.2025
Am Jahresende 2024 gab es laut GDV-Statistik 8,81 Mio. Verträge an Direktversicherungen mit einer versicherten Summe von insgesamt 288,9 Mrd. Euro. Gegenüber 2023 ist somit die Anzahl der Direktversicherungen um 0,33% angestiegen. Die versicherte Summe stieg ebenfalls um +3,1%. Durch Direktversicherungen werden vor allem Beschäftigte kleinerer und mittlerer Betriebe abgesichert. Die Direktversicherung ist eine Lebensversicherung, die der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer für den Arbeitnehmer abschließt. Als Begünstigter hat der Arbeitnehmer jedoch einen direkten Rechtsanspruch auf Leistungen gegen das Versicherungsunternehmen.
Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) 1974 hat sich die Zahl der Direktversicherungen um das 6,6-fache – von 1,34 Mio. auf 8,81 Mio. Verträge – erhöht. Im gleichen Zeitraum ist die versicherte Summe um mehr als das 40-fache – von 7,13 Mrd. Euro auf rd. 288,9 Mrd. Euro – gewachsen.
Von der „Riester-Reform“ (im Zuge des 2002 in Kraft getretenen Altersvermögensgesetzes (AVmG)) profitierte die Direktversicherung zunächst nicht unmittelbar. Der Gesetzgeber hatte sie nicht in die begrenzte nachgelagerte Besteuerung nach § 3 Nr. 63 EStG einbezogen. Erst durch das Alterseinkünftegesetz haben Pensionskassen, Direktversicherungen und Pensionsfonds seit Januar 2005 den gleichen steuerlichen Rahmen. Danach stieg die Zahl der Direktversicherungen kontinuierlich moderat an. In der Zeit seit 2020 hat sich dieses Wachstum jedoch verlangsamt bzw. in den Jahren 2022 bis 2024 ist eine Stagnation festzustellen.
Die Zahlen basieren auf regelmäßigen Mitgliederbefragungen des GDV. Die Broschüre „Die deutsche Lebensversicherung in Zahlen“ erscheint i.d.R. Mitte des Jahres und ist zu finden unter: www.gdv.de