Glossar

Letzte Aktualisierung: März 2019

Zielrente

Als Zielrente oder „defined ambition“ (wörtlich etwa: vorgegebene Anstrengung) wird die im Zuge der Einführung der →reinen Beitragszusage zum 1. Januar 2018 an die Stelle eines festen Rentenversprechens tretende Höhe der Betriebsrente bezeichnet, die mit dem Versorgungskapital dauerhaft gewähren werden soll. Der Wert beruht auf versicherungsmathematischen Annahmen; treten die Vorhersagen nicht ein, muss die Zielrente angepasst werden. Der ausgezahlte Betrag der Betriebsrente steigt oder sinkt also. Durch die variable Höhe der Rente wird es möglich, sich von den vorsichtig zu wählenden Rechnungsgrundlagen zu lösen und das Versorgungskapital chancenreicher anzulegen.

Der Verzicht auf Garantien hat den Vorteil, dass die Renten von Anfang an höher kalkuliert werden können. Dadurch sollen in der Niedrigzinsphase höhere Erträge ermöglicht werden. Gleichwohl wird durch verschiedene aufsichtsrechtliche Regelungen sichergestellt, dass reine Beitragszusagen einen gewissen Mindestschutz für Arbeitnehmer gewähren.

Der Begriff „Zielrente“ selbst wird weder im Gesetzestext noch in der Begründung des →Betriebsrentenstärkungsgesetzes verwendet.

Zillmerung

Zillmerung ist ein Begriff aus der Versicherungsmathematik und bedeutet, dass - bei Abschluss einer Lebensversicherung - das Konto des Arbeitnehmers sofort mit den beim Zustandekommen des Versicherungsvertrages anfallenden einmaligen Abschluss- und Vertriebskosten belastet wird.  

Im Jahr 2009 hatte sich das BAG erstmals mit der Frage auseinanderzusetzen, ob bei betrieblicher Altersversorgung aus Entgeltumwandlung gezillmerte Tarife zulässig sind. Es hat entscheiden, dass gezillmerte Verträge nicht automatisch gegen das Wert­gleichheitsgebot verstoßen. Sie können allerdings eine unangemessene Benachteiligung des Arbeitnehmers darstellen. Für angemessen hält das BAG die Verteilung der einmaligen Abschluss- und Vertriebskosten auf einen Zeitraum von fünf Jahren.

 

Zusatzversorgung

Das →Betriebsrentengesetz enthält in § 18 Sonderregelungen für die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes. Die Durchführung ist neben der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) kommunalen und kirchlichen Zusatzversorgungskassen anvertraut. Die Zusatz­versorgung des öffentlichen Dienstes beruht auf tarifvertraglicher Grundlage. Sie umfasst alle tarifgebundenen öffentlichen Arbeitgeber und damit 100% der im öffentlichen Dienst beschäftigten Arbeitnehmer. Die Leistungen werden anhand der Gehaltsentwicklung der gesamten Berufstätigkeit ermittelt und neben der gesetzlichen Rente gezahlt.  

2002 wurde für die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes ein genereller Systemwechsel vollzogen: die tarifvertragliche Pflichtversicherung wurde auf ein beitragsbezogenes System umgestellt.

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