Digitale Rentenübersicht entwickelt sich kontinuierlich weiter
24.06.2025
Die „heiße Phase“ der Entwicklung der Digitalen Rentenübersicht ist seit Anfang des Jahres vorbei, aber die Plattform entwickelt sich kontinuierlich weiter. Seit 1. Januar 2025 sind aus dem Bereich der betrieblichen Altersversorgung Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds anbindungspflichtig. Ferner haben sich einige Unternehmen mit Direktzusagen und Unterstützungskassen zu einer freiwilligen Anbindung entschlossen. Die Zahl der bereits oder demnächst angeschlossenen Vorsorgeeinrichtungen beträgt mittlerweile 712 und steigt langsam, aber kontinuierlich an. Regelmäßig aktualisierte Listen von Vorsorgeeinrichtungen (bereits oder demnächst angebunden) sind auf der öffentlichen Seite der Digitalen Rentenübersicht hier abrufbar.
Seit Anfang des Jahres wurden von der Zentralen Stelle für die Digitale Rentenübersicht (ZfDR) mehrere „Releases“ mit Funktionserweiterungen auf der Internetseite freigeschaltet, wie zum Beispiel E-Mail-Benachrichtigungen mit Erinnerungen zur erneuten Nutzung der Digitalen Rentenübersicht oder (bei im Ausnahmefall verzögertem Antwortverhalten einer Vorsorgeeinrichtung im Bereich von bis zu fünf Tagen) mit Benachrichtigungen über den Fortschritt der Anfrage.
Die aba ist als Repräsentantin der zweiten Säule im Steuerungsgremium und in einer Arbeitsgruppe zur Entwicklung von Tools für eine leichtere Interpretation der angezeigten Werte an der Arbeit der ZfDR beteiligt. Dieses Engagement hat für sie auch einen hohen Stellenwert. Die Entwicklung der Digitalen Rentenübersicht beruht auf jahrelangen, eingehenden politischen Beratungen unter aktiver Beteiligung von Stakeholdern aller drei Säulen. Vorsorgeeinrichtungen haben in den letzten Jahren hohe Investitionen in den Anbindungsprozess getätigt: Umso wichtiger ist jetzt, dass sich diese Anstrengungen auch für die Vorsorgeberechtigten durch einen einfachen digitalen Zugang zu Informationen über ihre Altersversorgungsansprüche auszahlen, zum Beispiel im Rahmen einer Überprüfung ihrer Altersvorsorgeplanung.
Auch in Brüssel bestehen hohe Erwartungen an gut funktionierende „Pension Tracking“-Systeme wie die Digitale Rentenübersicht. Die Kommissionsmitteilung über eine „Savings and Investment Union“ und die „Targeted Consultation on supplementary pensions“, über die in weiteren Artikeln dieses Newsletters berichtet wird, sind dafür nur zwei prominente Beispiele.