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OECD-Pension Markets in Focus 2025: Weltweit verwaltete Pensionsvermögen steigt auf neues Rekordniveau

01.12.2025

Die Pensionsvermögen in den OECD-Mitgliedsländern sind im Jahr 2024 um durchschnittlich 7,1% gewachsen. In den OECD-Mitgliedsländern erreichten die Vermögenswerte Ende 2024 damit einen neuen Rekordwert von 69,8 Billionen USD (2023: 65,2 Billionen USD). Die weltweiten Pensionsvermögen sind damit in den vergangenen 10 Jahren um rd. 45% gestiegen (2014: 48,1 Billionen USD).

Das Wachstum der Pensionsvermögen im Jahr 2024 ist im Wesentlichen auf positive nominale Anlagerenditen zurückzuführen. Dabei erzielten die Versorgungseinrichtungen mit einem hohem Aktienanteil 2024 die besten Ergebnisse. Dies ist auf die positive Entwicklung an den weltweiten Aktienmärkten im Jahr 2024 zurückzuführen. Der MSCI World Index stieg im vergangenen Jahr um fast 20%.

Darüber hinaus sind die Pensionsvermögen aufgrund positiver Nettozuflüsse gestiegen. Die Zahl der Beitragszahler und die Beitragssummen hat in den meisten Ländern weiter zugenommen. Damit überstiegen die Beiträge in Pensionspläne die Auszahlungen an Rentner, was zusätzlich zu einem Vermögenswachstum beitrug.

Alle Arten von Pensionsplänen verzeichneten dabei einen Vermögenszuwachs. Die Bedeutung von klassischen Leistungszusagen (Defined Benefit (DB)) nimmt jedoch weiterhin ab, während beitragsorientierte Pläne (Defined Contribution (DC)) und individuelle Pläne stärker wachsen. Laut dem 50-seitigen OECD-Bericht sind die klassischen Leistungszusagen um 4% gestiegen, während die beitragsorientierten Pläne um 11,4% gestiegen sind.

Private Pläne, als dritte von der OECD neben DB und DC erfaste Kategorie, sind um 9% gestiegen. Definiert werden private Pläne wie folgt (Seite 8): "Definition: Personal pension plans are those that individuals can access directly through a financial institution and in which they can select some aspects of the plan (e.g. the investment strategy)." 

Die Vermögenswerte in den betrieblichen DB-Plänen machten Ende 2024 31,9% der Pensionsplanvermögen aus, verglichen mit 33,2% Ende 2023 und 39,7% Ende 2014. Im Verlauf der vergangenen 10 Jahre ist damit ein Wandel in der betrieblichen Altersversorgung von DB- Systemen hin zu DC-Systemen zu erkennen.

Ein weiterer zu beobachtender Trend ist in vielen OECD-Ländern ein Rückgang der Anzahl an Pensionsanbietern. In diesen Ländern gibt es weniger, dafür aber größere Anbieter. Effizienzsteigerung und die Notwendigkeit einer besseren Einhaltung regulatorischer Anforderungen sind laut OECD die Gründe für Zusammenlegungen von Anbietern. So ist die Anzahl von Anbietern z.B. in den Niederlanden von 365 im Jahr 2014 auf 162 Ende 2024 gesunken. In Deutschland ist die Anzahl vergleichsweise stabil. Waren es im Jahr 2014 172 Anbieter, waren es im Berichtsjahr Ende 2024 158 Anbieter. Die OECD-Pensionsdaten aus Deutschland beziehen sich jedoch lediglich auf die Pensionskassen und Pensionsfonds, die unter Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stehen.

Die vollständige Studie ist unter diesem Link abrufbar.

Quelle: OECD (2025): Pension Markets in Focus 2025