aba fordert unverzüglichen Start des Sozialpartnerdialogs zur betrieblichen Altersversorgung
23.06.2026
Die von der Bundesregierung eingesetzte Alterssicherungskommission hat heute ihre weitreichenden Empfehlungen zur Zukunft der Altersvorsorge in Deutschland vorgelegt. Die aba begrüßt die Empfehlung der Alterssicherungskommission, ein säulenübergreifendes Gesamtversorgungsniveau von mindestens 70 % netto nach Steuern anzustreben. Die Vorschläge für die erste Säule sind grundsätzlich geeignet, mittel- und langfristig eine stabilisierende Wirkung zu entfalten.
„Wir teilen die Auffassung der Alterssicherungskommission, dass für das angestrebte Gesamtversorgungsniveau eine annähernd flächendeckende Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung unerlässlich ist“, betont Beate Petry, Vorsitzende der aba Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung e.V. „Die betriebliche Altersversorgung mit ihren Strukturen und Erfahrungen ist für den Ausbau kapitalgedeckter Altersvorsorge unverzichtbar. Der von der Alterssicherungskommission empfohlene Sozialpartnerdialog muss unter Einbeziehung von Vertretern kleiner und mittlerer Unternehmen unverzüglich gestartet werden. Die aba steht bereit, fachlich zu unterstützen. Das Ziel muss eine strukturelle Modernisierung und Vereinfachung der betrieblichen Altersversorgung sein, damit sie bestmöglich ihren Beitrag zum angestrebten Gesamtversorgungsniveau leisten kann. Dabei muss die wirtschaftliche Lage der Unternehmen angemessen berücksichtigt werden“, erklärt Beate Petry.
Nach Auffassung der aba sollte
- eine Absenkung der 100%-Garantie bis hin zum Garantieverzicht ermöglicht werden, um in allen Zusagearten höhere Betriebsrenten erreichen zu können;
- der Zugang zu Sozialpartnermodellen leichter werden;
- die Geringverdienerförderung verbessert werden;
- der Bürokratieabbau forciert und der Aufbau neuer Bürokratie vermieden werden;
- die Digitalisierung auch in der bAV vorangetrieben werden.