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e) AV 2015: Finanzierungsformen der betrieblichen Altersversorgung in der Privatwirtschaft – insgesamt und nach Durchführungsweg

(Stand: Januar 2017)

15.05.2020

Nach der von TNS Infratest Sozialforschung durchgeführten Beschäftigtenbefragung zur Verbreitung der Altersvorsorge 2015 (AV 2015) werden die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung (ohne Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst) in sehr unterschiedlicher Weise finanziert. So gibt es die ausschließlich vom Arbeitgeber bedienten Anwartschaften, die von Arbeitgeber und -nehmer mischfinanzierte bAV bis zu Beitragszahlungen ausschließlich durch Arbeitnehmer. Beschäftigte mit bAV-Anwartschaften finanzieren zu 22% ihre bAV ohne Beteiligung der Arbeitgeber. 37% bedienen ihre Anwartschaften zusammen mit dem Arbeitgeber. Für weitere 38% trägt der Arbeitgeber die Beiträge in voller Höhe.

Bei Differenzierung der Finanzierungsformen nach dem Durchführungsweg zeigen sich deutliche Unterschiede: Bei Direktversicherungsverträgen finanzieren die Arbeitgeber ein Viertel aller Fälle (26%). Ein weiteres Drittel (32%) der Verträge wird ausschließlich von den Arbeitnehmern finanziert und weitere 41% der Verträge über eine Mischfinanzierung aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen. Die Verteilung der Finanzierungsformen bei Pensionskassen und -fonds (nur Arbeitnehmer: 22%; Arbeitnehmer und -geber: 40%; nur Arbeitgeber: 36%) entspricht weitestgehend den Durchschnittswerten aller Verträge unabhängig vom Durchführungsweg. Bei fast der Hälfte (44%) der Verträge im Durchführungsweg Unterstützungskasse werden die Beiträge voll umfänglich von den Arbeitgebern getragen (nur Arbeitnehmer: 24%; Arbeitnehmer und -geber: 29%). Bei Direktzusagen ist die ausschließliche Arbeitgeberfinanzierung die vorherrschende Finanzierungsform mit drei Vierteln aller Fälle (74%), während eine Mischfinanzierung aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen zu 21% und eine reine Arbeitnehmerfinanzierung nur zu 2% auftreten.

 

Quelle: Thorsten, H., Heckmann, J. (2016): Verbreitung der Altersvorsorge 2015 (AV 2015), Forschungsbericht 476, Untersuchung im Auftrag des BMAS, TNS Infratest Sozialforschung, München, Dezember 2016, S. 53f., Abb. 3-1