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BetrAV 8|2025 erschienen

15.12.2025

Das Zusatzrentenpaket der EU-Kommission vom 20. November 2025 ist Thema des Kommentars zur aktuellen Ausgabe. Klaus Stiefermann, in seinen Rollen als aba-Geschäftsführer und (seit November 2025) Vorstandsvorsitzender von PensionsEurope, und Dr. Cornelia Schmid, stellvertretende aba-Geschäftsführerin, kommen zu folgender erster Bewertung: Ohne substanzielle Änderungen durch Rat und EU-Parlament bringt das Zusatzrentenpaket der EU-Kommission keine zusätzlichen Betriebsrenten - im Gegenteil!

Die EU-Kommission setzt politisch auf den Ausbau privater Altersvorsorgeprodukte und strebt ein Scaling Up für Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung durch einen massiven Ausbau von Anforderungen in der EU-Aufsichts-RL EbAV II an.

Mit Blick auf das Altersversorgungsziel stellen sich eine Reihe von Fragen: Welche Risiken kann ein einzelner Sparer mit durchschnittlichem Einkommen oder gar weniger übernehmen? Welche Altersvorsorge soll mit Steuergeldern gefördert werden? Für eine Altersversorgung müssen Ansparphase und Leistungsphase mitgedacht werden. Aus Sicht der aba gibt es viele Gründe, dabei auf den Ausbau kollektiver Altersversorgung zu setzen. aba und PensionsEurope werden sich daher im Sinne der betrieblichen Altersversorgung in den Gesetzgebungsprozess einbringen.

Daneben enthält die Ausgabe 8/2025 folgende Abhandlungen:​​​​​​

  • Dr. Hans-Jörg Naumer, Director Global Capital Markets & Thematic Research bei Allianz Global Investors, analysiert in seinem Beitrag das Phänomen des Populismus. Er beleuchtet die damit verbundenen Gefahren für die Demokratie, das Modell der „offenen Gesellschaft“ sowie für Wachstum und Wohlstand.
  • Angelika Brandl beschäftigt sich mit der EU-Entgelttransparenzrichtlinie, die bis Juni 2026 in deutsches Recht umgesetzt werden muss. Sie untersucht, welche Besonderheiten der betrieblichen Altersversorgung berücksichtigt werden können und welche bAV-spezifischen Umsetzungserfordernisse bestehen.
  • Christian Röhle zeichnet den Entstehungsprozess des am 20. November 2025 vorgestellten „Supplementary Pension Packages“ der EU-Kommission nach. Im Mittelpunkt stehen die möglichen Auswirkungen auf Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV) durch die bevorstehenden Überarbeitungen der PEPP-Verordnung sowie der EbAV-II-Richtlinie.

  • Alexandra Ziegler, Marco Herrmann und Dr. Judith May analysieren das BAG-Urteil vom 23. Oktober 2025 (8 AZR 300/24). Es betrifft die Voraussetzungen eines Anspruchs auf rückwirkende Entgeltgleichheit einschließlich der Nachdotierung eines Pensionskontos. Ihre Ausführungen zu den Konsequenzen des Urteils für die nachvollziehbare Gestaltung und Begründung von Vergütungsunterschieden bei gleichwertigen Positionen berücksichtigen auch künftige Gleichstellungs- und Transparenzvorgaben, insbesondere aus der Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie.

  • Christiane Grabinski untersucht in ihrem Beitrag „Berücksichtigung von Späteheklauseln bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen“, unter welchen Voraussetzungen – und in welcher Form – Späteheklauseln bei Betriebsprüfungen zu pauschalen Kürzungen der Pensionsrückstellungen in der Steuerbilanz führen können.

  • Niclas Bamberg und Dr. Uwe Langohr-Plato widmen sich den Auswirkungen des BAG-Urteils vom 11. März 2025 (3 AZR 136/24). Dieses betrifft unter anderem Gesamtversorgungszusagen und Fälle, in denen bei Ausscheiden die Zahl der Entgeltpunkte im steuerlichen Näherungsverfahren bestimmt wurde, während bei Leistungsbeginn eine davon abweichende Zahl festgestellt wird.

Die Ausgabe 8/2025 bietet außerdem eine ausführliche Dokumentation über aktuelle Entwicklungen in Gesetzgebung, Politik, Aufsicht, Statistik und Rechtsprechung. Ergänzt wird das Heft wieder durch Buchrezensionen und weiterführende Literaturhinweise.

Bezugshinweis:

Die vollständige Ausgabe ist nur für eingeloggte Personen im Mitgliederbereich aufrufbar (Abruf als PDF- und epub-Dateien über die orange-farbenen Schaltflächen am unteren Bildschirmrand der jeweiligen Einzelseiten; alternativ: Zugang zu den Volltexten über das Menü "Mitgliederbereich" neben dem Suchfenster).

Online-Datenbank:

Seit 31. Januar 2023 steht Lesern mit Zugang zum passwortgeschützten Bereich der aba-Homepage eine Datenbank mit HTML-Versionen wichtiger seit Ausgabe 1/2014 erschienener Beiträge zur Verfügung. Mittlerweile sind über 3.000 Beiträge abrufbar.

Leseprobe (frei zugänglich):

Alle übrigen Besucher dieser Seite können den Kommentar und das Inhaltsverzeichnis über die PDF-Schaltfläche abrufen (blaue Schaltfläche).

Über die BetrAV:

Die von der aba herausgegebene Zeitschrift BetrAV bietet in jeder Ausgabe auf ca. 100 Seiten eine Fülle von Fachartikeln sowie Informationen über politische Diskussionen, Gesetzgebung, Rechtsprechung, Praxis und Wissenschaft aus dem Bereich der betrieblichen Altersversorgung