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BetrAV 1|2026 erschienen

31.01.2026

"Alterssicherungskommission: Raus aus dem Warteschleifenmodus!" Dies ist der Appell der aba-Vorstandsvorsitzenden Beate Petry im Kommentar zur aktuellen BetrAV-Ausgabe. Die Alterssicherungskommission startet ihre Arbeit in einer Phase, in der die Alterung der Gesellschaft längst kein Zukunftsszenario mehr ist, sondern ein struktureller Fakt.

Die bAV hat in dieser Situation besondere Lösungspotenziale. Aus Sicht von Petry sollte die Alterssicherungskommission sollte versuchen, ein Gesamtversorgungsniveau zu definieren. Außerdem muss sie drei zentrale Aufgaben erfüllen: 

  1. Es braucht eine ehrliche Neubewertung der gesetzlichen Rentenversicherung, die die demografischen Realitäten anerkennt und nicht länger durch kurzfristigen politischen Aktionismus überdeckt. 
  2. Die betriebliche Altersversorgung muss gestärkt werden – nicht durch Zwang, sondern durch zielführende Rahmenbedingungen, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer motivieren und echte Handlungsspielräume eröffnen. 
  3. Die private Vorsorge muss so gestaltet werden, dass sie mehr als reine Vermögensbildung ist.

In den Abhandlungen dieser Ausgabe werden folgende Themen behandelt.

  • Dr. Judith Kerschbaumer analysiert den Regierungsentwurf für die Reform der privaten Altersvorsorge. Sie geht dabei u.a. folgenden Fragen nach: Verliert die 3. Säule ihren Charakter als Element der Altersvorsorge und entwickelt sich stattdessen in Richtung eines staatlich geförderten Vermögensaufbaus? Verabschiedet sich die Bundesregierung damit vom 3-Säulenmodell der Alterssicherung und welche Konsequenzen hat dies für die bAV und der GRV?
  • Aktuelle Themen der betrieblichen Altersversorgung in der Betriebsprüfung stellt Kay Estler vor. Der Autor behandelt dabei aktuelle BFH-Rechtsprechung und die Möglichkeiten einer Übernahme von Ergebnissen aus aba-Arbeitsgruppen und von DAV-Themen in die Praxis bei Themen wie „Steuerbilanz bei Auszahlungsoptionen“ und Späteheklauseln.
  • Die Abhandlung von Peter Gramke formuliert einen Appell für Proportionalität im Aufsichtsrecht, verdeutlicht anhand der Entwicklungsgeschichte der EbAV II-Richtlinie. Kritisch widmet sich Peter Gramke auch aktuellen Beispielen horizontaler Regulierungen wie etwa der DORA-Verordnung. Aus Sicht von Gramke gefährden derartige Regulierungen die bisherigen  Freiheitsgrade der Proportionalität von EbAV.
  • „Vorbild“ Schweden? Was unterscheidet die Prämienrente von der Riester-­Rente? Diesen Fragen geht eine Abhandlung nach, den uns die Abteilung Forschung und Entwicklung der Deutsche Rentenversicherung Bund für diese BetrAV-Ausgabe zur Verfügung gestellt hat.

Wie gewohnt bietet die Ausgabe 1/2026 zahlreiche Hinweise auf aktuelle Entwicklungen in Gesetzgebung, Politik, Aufsicht, Statistik und Rechtsprechung. Ergänzt wird das Heft wieder durch Buchrezensionen und weiterführende Literaturhinweise.

Bezugshinweis:

Die vollständige Ausgabe ist nur für eingeloggte Personen im Mitgliederbereich aufrufbar (Abruf als PDF- und epub-Dateien über die orange-farbenen Schaltflächen am unteren Bildschirmrand der jeweiligen Einzelseiten; alternativ: Zugang zu den Volltexten über das Menü "Mitgliederbereich" neben dem Suchfenster).

Online-Datenbank:

Seit 31. Januar 2023 steht Lesern mit Zugang zum passwortgeschützten Bereich der aba-Homepage eine Datenbank mit HTML-Versionen wichtiger seit Ausgabe 1/2014 erschienener Beiträge zur Verfügung. Mittlerweile sind über 3.000 Beiträge abrufbar.

Leseprobe (frei zugänglich):

Alle übrigen Besucher dieser Seite können den Kommentar und das Inhaltsverzeichnis über die PDF-Schaltfläche abrufen (blaue Schaltfläche).

Über die BetrAV:

Die von der aba herausgegebene Zeitschrift BetrAV bietet in jeder Ausgabe auf ca. 100 Seiten eine Fülle von Fachartikeln sowie Informationen über politische Diskussionen, Gesetzgebung, Rechtsprechung, Praxis und Wissenschaft aus dem Bereich der betrieblichen Altersversorgung