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E. Sozialleistungsquote in Prozent des Bruttoinlandsprodukts (1991-2019)

(Stand: Juni 2020)

09.10.2020

Die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung - ohne Zusatzversorgung - mit 26,795 Mrd. Euro bzw. 0,8% des Bruttoinlandprodukts (BIP) sind nur ein kleiner Teil der Sozialleistungen in Deutschland, die sich im Jahr 2019 nach Schätzungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) auf 1.040,3 Mrd. Euro bzw. 30,3% des BIP beliefen. Die Verhältniszahl von Sozialleistungen und jeweiligen nominalen Bruttoinlandsprodukt ist als Sozialleistungsquote bekannt. Sie erlaubt eine Einschätzung der Entwicklung absoluter Beiträge für Sozialleistungen.

Im Jahr 2019 entfielen geschätzte 30,3% des BIP auf die Sozialleistungen. Das entspricht einem Anstieg um 0,5 Prozentpunkte gegenüber 2018. Seit Anfang der 90er Jahre (1991: 24,9%), als die Sozialleistungsquote infolge der deutschen Sozialunion anstieg, hatte sie leicht, aber kontinuierlich bis zum Jahr 2003 auf 29,9% zugenommen. Danach sank die Sozialleistungsquote bis zum Jahr 2007 (26,9%). 2009 stieg sie auf 30,8% stark an. Im Jahr 2009 wurden die Grundleistungen der privaten Krankenversicherung erstmalig berücksichtigt. Aufgrund dieser methodischen Änderung sind die Quoten vor und ab 2009 nicht miteinander vergleichbar.

Die Bundesregierung erstellt  gegenwärtig einmal in jeder Legislaturperiode den Sozialbericht mit ausführlichem Tabellenwerk. Der aktuellste Sozialbericht stammt vom Juli 2017.

 

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2020): Sozialbudget 2019; Tab. I-1, Tab. I-2; ausführliche Hinweise: vgl. PDF-Datei

Im Jahr 2019 in Mrd. Euro (geschätzt):

Bruttoinlandsprodukt: 3.435,8
Sozialbudget: 1.040,3
Betriebl. Altersversorgung:  26,795
Zusatzversorgung: 13,553