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normal keine LG
Bei einem Optionssystem werden alle Arbeitnehmer automatisch in ein Versorgungssystem aufgenommen. Im Gegensatz zum Regelfall muss sich also nicht jeder Arbeitnehmer aktiv für die Entgeltumwandlung entscheiden. Möchte er keine Entgeltumwandlung betreiben oder die Entgeltumwandlung beenden, muss er aktiv widersprechen. Optionssysteme gelten gegenüber dem Obligatorium als weniger einschneidende Alternative zur Erhöhung des Deckungsgrades der betrieblichen Altersversorgung. Sie beruht auf den Erkenntnissen Verhaltensökonomie und nutzt den psychologischen Trägheitseffekt: dem Nudging.
Optionssysteme sind nach Maßgabe von § 20 Abs. 2 BetrAVG nur in einem Tarifvertrag oder aufgrund eines Tarifvertrags in einer Betriebs- oder Dienstvereinbarung zulässig. Das Angebot des Arbeitgebers auf Entgeltumwandlung gilt als vom Arbeitnehmer angenommen, wenn er nicht widersprochen hat. Das Angebot muss in Textform und mindestens drei Monate vor der ersten Fälligkeit des umzuwandelnden Entgelts gemacht worden sein. Darüber hinaus muss deutlich darauf hingewiesen werden, welcher Betrag und welcher Vergütungsbestandteil umgewandelt werden soll und dass der Arbeitnehmer ohne Angabe von Gründen innerhalb einer Frist von mindestens einem Monat nach dem Zugang des Angebots widersprechen und die Entgeltumwandlung mit einer Frist von höchstens einem Monat beenden kann.
Nichttarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer können ein einschlägiges tarifvertragliches Optionssystem anwenden oder auf Grund eines einschlägigen Tarifvertrages durch Betriebs- oder Dienstvereinbarung die Einführung eines Optionssystems regeln.
Rein betriebliche Optionsmodelle sind nur für rein tariffreie Entgelte möglich. Voraussetzung ist, dass die Entgeltansprüche nicht und auch nicht üblicherweise in einem einschlägigen Tarifvertrag geregelt werden (tariflose Bereiche). Dann können die Optionssysteme auch ohne tarifvertragliche Grundlage in einer Betriebs- oder Dienstvereinbarung geregelt werden. In diesem Fall erhöht sich der Arbeitgeberzuschuss auf mindestens 20 Prozent.
Aufsätze in der Fachzeitschrift BetrAV, die sich mit dem Thema "Optionssystem" beschäftigen (nur für Mitglieder):
| Stichwort | Beitrag | Seite Stichwort | Seite Artikel | Artikel | Rubrik | Heft |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Opt-Out-Regelungen | flächendeckendes Auto-Enrolment | 560 | 554 | Prof. Dr. Marlene Haupt, München /Martin Kerkhoff, Magdeburg - Verhaltensökonomische Ansätze in der betrieblichen Altersversorgung: Evidenz, internationale Erfahrungen und Reformoptionen für Deutschland | Abhandlungen | 7-2025 |
| Opt-Out-Regelungen | das Interesse von Arbeitgeber und Betriebsrat an Optionssystemen | 205 | 203 | Prof. Dr. Reinhold Höfer, Luzern - Zur Ausbreitung betrieblicher Altersversorgung durch betriebliche Optionsmodelle – wenn, dann richtig | Abhandlungen | 3-2025 |
| Opt-Out-Regelungen | Opt-Out-Regelungen führen zu höheren Beteiligungsraten | 205 | 203 | Prof. Dr. Reinhold Höfer, Luzern - Zur Ausbreitung betrieblicher Altersversorgung durch betriebliche Optionsmodelle – wenn, dann richtig | Abhandlungen | 3-2025 |
| Opt-Out-Regelungen | mit Opt-Out-Regelungen können bei entsprechender Förderung auch Geringverdiener erfolgreich erfasst werden | 192 | 187 | Prof. Dr. Heinz-Dietrich Steinmeyer, Münster - Herausforderungen an die betriebliche Altersversorgung: Funktionswandel der Zusatzversorgungssysteme? | Abhandlungen | 3-2025 |
| OptOutRegelungen | Vorteile von Opting-Out-Modellen | 722 | 718 | Sebastian Vincke / Marius Jakobs,beide Köln - BBG auf dem Sprung – ein Blick hinter die Kulissen | Abhandlungen | 8-2024 |
| OptOutRegelungen | das bisherige Optionsmodell | 631 | 631 | Heike Hoppach, Düsseldorf / Alexandra Ziegler, Essen - Neue Hinzuverdienstgrenzen – Eine Chance? | Abhandlungen | 7-2024 |
| OptOutRegelungen | die Erweiterung des bisherigen Optionsmodells durch das betriebsindividuelle Optionsmodell | 631 | 631 | Heike Hoppach, Düsseldorf / Alexandra Ziegler, Essen - Neue Hinzuverdienstgrenzen – Eine Chance? | Abhandlungen | 7-2024 |
| OptOutRegelungen | bisher fehlt zu solcher Regelung der Mut | 320 | 318 | Dr. Georg Thurnes, Unterhaching - Bericht zur Lage | Abhandlungen | 4-2024 |
| OptOutRegelungen | Vorzüge von OptOutRegelungen | 198 | 195 | Dr. Bertram Zwanziger, Berlin - Aktuelle Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zum Betriebsrentenrecht | Abhandlungen | 3-2024 |
| Opt-Out-Regelungen | erzielbare Verbreitungsgrade dürfen nicht überbewertet werden | 1 | 1 | Klaus Stiefermann, Berlin | Der Kommentar | 1-2023 |
| Opting Out | Obligatorium oder Opting Out für Alterssicherung unumgänglich | 587 | 582 | Prof. Dr. Heinz-Dietrich Steinmeyer, Münster | Abhandlungen | 7-2020 |
| Opting Out | Umfang und Wege der Erfassung | 587 | 582 | Prof. Dr. Heinz-Dietrich Steinmeyer, Münster | Abhandlungen | 7-2020 |
| Opting Out | was ist vorzuziehen: Obligatorium oder Opting Out? | 587 | 582 | Prof. Dr. Heinz-Dietrich Steinmeyer, Münster | Abhandlungen | 7-2020 |
| Opting Out | verfassungsrechtliche Umsetzbarkeit | 590 | 582 | Prof. Dr. Heinz-Dietrich Steinmeyer, Münster | Abhandlungen | 7-2020 |
| Opting Out | verfassungsrechtliche Fragestellung eines Opting Out | 675 | 675 | Der Kommentar | Der Kommentar | 8-2019 |
| Opting Out | verpflichtende kapitalgedeckte Zusatzversorgung und Opting Out | 675 | 675 | Der Kommentar | Der Kommentar | 8-2019 |
| Opting Out | ein neuer Verbreitungsdeal: zwischen Verpflichtung und Beratung | 516 | 512 | Heribert Karch, Berlin | Abhandlungen | 6-2019 |
| Opt(ing) Out | Privilegierung + Opt(ing) Out = Chance für die Direktzusage? | 665 | 665 | Thomas Hagemann, Düsseldorf / | Abhandlungen | 8-2017 |
| Opt(ing) Out | Möglichkeit reiner Beitragszusagen und Optionssysteme | 551 | 550 | Sylvia Dünn, Berlin | Abhandlungen | 7-2017 |
| Opt(ing) Out | starke Effekte aus automatischen Teilnahmeregeln mit Opt(ing) Out-Option in Großbritannien | 491 | 490 | Prof. Dr. Christian Traxler / | Abhandlungen | 6-2016 |
| Opt(ing) Out | gesetzliche Regelung mit freiwilliger Opt(ing) Out-Möglichkeit muss in Betracht gezogen werden | 84 | 83 | Der Kommentar Markus Kurth, Berlin | Der Kommentar | 2-2016 |
| Opt(ing) Out | gesetzliche Einführung von Opt(ing) Out-Möglichkeiten wäre kontraproduktiv | 4 | 1 | Der Kommentar Joachim Schwind, Frankfurt am Main | Der Kommentar | 1-2016 |
| Opt(ing) Out | Opt(ing) Out könnte für die Verbreitung der Entgeltumwandlung innerhalb der Direktzusage hilfreich sein | 624 | 623 | Der Kommentar | Der Kommentar | 8-2015 |
| Opt(ing) Out | Informationspflichten von Versicherer und Arbeitgeber: Aktuelles zu Rechtsprechung, Opt(ing) Out, § 17b BetrAVG(E) und Mobilitäts-Richtlinie | 470 | 470 | Informationspflichten von Versicherer und Arbeitgeber\: Aktuelles zu Rechtsprechung, Opting-Out, § 17b BetrAVG(E) und Mobilitäts-Richtlinie | Abhandlungen | 6-2015 |
| Opt(ing) Out | Opt(ing) Out und Informationspflichten | 472 | 470 | Informationspflichten von Versicherer und Arbeitgeber\: Aktuelles zu Rechtsprechung, Opting-Out, § 17b BetrAVG(E) und Mobilitäts-Richtlinie | Abhandlungen | 6-2015 |
| Opt(ing) Out | automatische Einbeziehung als die interessengerechteste und fairste Lösung | 696 | 693 | Faire und interessengerechteGestaltungder bAV | Abhandlungen | 8-2014 |
| Opt(ing) Out | Opt(ing) Out als Verbreitungsstrategie ist abzulehnen | 424 | 422 | Die Stärken derbetrieblichenAltersversorgungnutzen | Abhandlungen | 5-2014 |
| Opt(ing) Out | Angebotsverpflichtung, Opt(ing) Out, Obligatorium – Regelungsbedarf, Risiken und Nebenwirkungen | 212 | 212 | Angebotsverpflichtung,Opt-out,Obligatorium–Regelungsbedarf,RisikenundNebenwirkungen | Abhandlungen | 3-2014 |